Es gibt Sätze, die eine Woche lang an einem Team kleben. Jeffery Simmons hat so einen geliefert. Der Defensive Tackle der Titans wurde gefragt, wie man Jalen Hurts stoppt, und antwortete, man müsse ihn eben zwingen, Quarterback zu sein. Gemeint war ein Defensiv-Plan. Angekommen ist es in Philadelphia als Ansage.
Dabei liegt die interessantere Geschichte gar nicht in Nashville, sondern links in unserer eigenen Offensive Line. Landon Dickerson steht auf der Injured Reserve. Wer am Sonntag zwischen Jordan Mailata und Cam Jurgens spielt, weiß niemand außerhalb des Jefferson Health Training Complex. Die Eagles halten es bewusst zurück.
Zwei Teams, die beide in Week 1 vorgeführt bekommen haben, was ihnen fehlt. Eines davon ist klarer Favorit. Und ausgerechnet dieses Team reist mit der längeren Verletztenliste nach Tennessee.
Ein Hinweis, der deutschen Fans den Sonntagabend rettet oder verdirbt: Dieses Spiel läuft nicht bei RTL. Der 19-Uhr-Slot im Free-TV gehört Steelers at Patriots, auf RTL+ läuft Bengals at Texans. Eagles at Titans gibt es nur bei Sky Sport NFL oder im NFL Game Pass über DAZN [1].
Zum Wetter: Der National Weather Service sagt für Nashville sonnigen Himmel voraus, dazu eine Höchsttemperatur um 99 Grad Fahrenheit. Das sind rund 37 Grad Celsius. Der Wind bleibt schwach. In den Tagen davor lag der Heat Index bei bis zu 108 Grad Fahrenheit (Quelle: National Weather Service, Punktprognose Nashville, Stand Freitag). Für ein Freiluftstadion und einen um 13 Uhr Ortszeit ist das kein Randdetail, sondern ein Faktor. Wer im vierten Viertel noch Beine hat, gewinnt solche Spiele.
Und noch eine Fußnote für Stadion-Sammler: Es ist die letzte Saison im alten Nissan Stadium. Nebenan wächst der Neubau, der 2027 eröffnet.
Zahlen, Daten, Fakten
Serie gesamt
8-5
inkl. Playoffs, Eagles-Sicht
Zu Hause
7-2
Heimspiele der Eagles
In Tennessee
1-3
Auswärtsspiele der Eagles
Playoffs
0-0
Postseason-Duelle
Letzte 10
5-5
Eagles-Sicht
Aktuelle Serie
PHI 1
35:10, Week 13, 04.12.2022
Quelle: footballdb, Spielhistorie Eagles gegen Titans und Oilers
So sah die Saison 2025 in Zahlen aus, und weil wir erst in Week 2 sind, sind es die Werte, die etwas aussagen:
| Kennzahl Titans 2025 | Wert | Liga-Rang |
|---|---|---|
| Punkte pro Spiel | 16,7 | 30 |
| Punkte zugelassen | 28,1 | 28 |
| Total Yards Offense | 259,6 | 31 |
| Total Yards Defense | 345,1 | 21 |
| Third-Down-Quote | schwach | 31 |
| Sacks | solide | 12 |
Die -Differenz lag bei minus 5 (19 Ballverluste, 14 Takeaways). Zu Hause holte Tennessee genau einen Sieg bei acht Niederlagen (Quelle: lineups.com, Saison 2025).
Das Muster ist eindeutig: Die Defense ist mittelmäßig, die Offense war die zweitschlechteste der Liga. Genau deshalb hat Tennessee im Januar das komplette Führungsteam ausgetauscht.
Dreizehn Spiele in 54 Jahren, das ist keine Rivalität, das ist eine Bekanntschaft. Genau deshalb sagt die Gesamtbilanz wenig. Die drei Zahlen, die etwas sagen, sind andere.
195. So viele Total Yards haben die Titans in Week 1 bei den Jets zustande gebracht, dazu elf First Downs und 21:14 Minuten Ballbesitz [2]. In EPA pro Play landete die Offense auf Platz 22 von 30 Teams, die vor dem Monday Night Football gespielt hatten [3].
16. So oft hat die Eagles-Defense Jayden Daniels in Week 1 unter Druck gesetzt, und das im Wesentlichen ohne . Daniels kam auf 4,8 Yards pro Versuch und 52,9 Prozent angekommene Pässe [4]. Cam Ward stand in derselben Woche bei 4,4 Yards pro Versuch und 59,4 Prozent.
39.5. Das Total für dieses Spiel. Der Markt erwartet also kein Schützenfest, sondern ein Rechenspiel.
So kamen beide ins Spiel
Tennessee, Week 1 (10:23 gegen die Jets). Tennessee eröffnete die Saison mit einer Blamage. Bei Robert Salehs Debüt als Head Coach kamen die Titans auf mickrige 195 Total Yards und elf First Downs, der Ball gehörte fast 39 Minuten lang den Jets. Cam Ward brachte 19 seiner 32 Pässe für 140 Yards und einen späten Touchdown an Elic Ayomanor an, fand aber nie einen Rhythmus. Für die Franchise war es bereits die sechste Auftaktniederlage in Folge [5].
Eagles, Week 1 (24:22 gegen die Commanders). Ein Zittersieg zum Auftakt. Die Eagles führten 24:16, ließen Washington im Schlussviertel aber mit 121 Yards und einer EPA von plus 10,3 noch einmal gefährlich heranrücken. Erst eine gestoppte Two-Point-Conversion und ein von DeVonta Smith gesicherter Onside-Kick machten den Sieg dicht. Getragen hat das Spiel die Defense [6].
Der Gegner: Wer sind die Titans 2026?
Wer die Titans zuletzt 2022 gesehen hat, erkennt sie nicht wieder. Das komplette Führungspersonal ist neu. Der Grund steht in der Tabelle: 3-14 in der Saison 2025, zum dritten Mal in Folge Letzter der AFC South, Head Coach Brian Callahan schon im Oktober entlassen.
Head Coach ist seit dem 30. Januar Robert Saleh, zuletzt Defensive Coordinator der 49ers, davor Head Coach der Jets [7]. Sein Offensive Coordinator heißt Brian Daboll, der frühere Giants-Head-Coach. Die Defense verantwortet Gus Bradley [8]. Bradley steht seit seiner Seattle-Zeit für eine zonenlastige Single-High-Defense, Daboll hat mit Wan'Dale Robinson einen Receiver aus New York mitgebracht.
Der ganze Umbau dient einem Zweck: Cam Ward. Der First Overall Pick von 2025 hatte ein schwieriges Rookie-Jahr, und Saleh hat sich öffentlich für ihn verbürgt. Um ihn herum steht Tony Pollard im Backfield. Dazu kommen Calvin Ridley, Wan'Dale Robinson, Carnell Tate und Elic Ayomanor sowie Tight End Gunnar Helm.
Die Defense ist der bessere Teil dieses Teams, angeführt von Jeffery Simmons im Interior, flankiert von John Franklin-Myers und Solomon Thomas [9]. Nur: In Week 1 produzierte genau diese Front null Sacks und ließ 150 Rushing Yards zu [10].
Und drüben sieht man es nüchtern. Nach dem Auftakt zog der Titans-Blog Titansized die bitterste aller Parallelen: Dieses Team sehe dem verkorksten 2025er Jahrgang unheimlich ähnlich [11]. Ein neuer Head Coach allein hat eben noch nichts repariert.
Saleh selbst geht in die Gegenrichtung und hat sich demonstrativ hinter seinen Quarterback gestellt. Er hat seinen eigenen Job an Wards Entwicklung geknüpft, der Satz dazu lautete: "He's not going to fail." [12] Nach einem Spiel mit 195 Total Yards ist das eine Ansage, die sehr schnell sehr laut werden kann.
Verletzungen und Ausfälle
Eagles (Stand Donnerstagstraining, die finalen Game-Day-Designations folgen Freitag):
| Spieler | Position | Verletzung | Status | Bedeutung |
|---|---|---|---|---|
| Landon Dickerson | Left Guard | Knie (Bone Bruise) | IR | Fällt mindestens vier Spiele aus |
| Eli Stowers | Tight End | Oberschenkel | Out | Verpasst die ersten vier Spiele |
| Jalen Carter | Interior DL | Handgelenk | Limited, mit Schiene am rechten Arm | Der wichtigste Pass-Rusher von innen, will spielen |
| Cooper DeJean | Defensive Back | Wade und Bauch | Limited, zurück im Training | Rechnet selbst mit einem Einsatz |
| Jonathan Greenard | Edge | Brustmuskel | Limited | Saisondebüt weiter offen |
| Andrew Mukuba | Safety | Knie | DNP Donnerstag | Einziger Ausfall im Donnerstagstraining |
Titans:
| Spieler | Position | Verletzung | Status | Bedeutung |
|---|---|---|---|---|
| Jaylen Harrell | Edge | Kreuzbandriss | IR (Saison) | Riss bereits in der Preseason |
| Cedric Gray | Linebacker | Concussion | Full, Protokoll noch nicht abgeschlossen | Saleh hielt den Einsatz am Mittwoch offen |
| James Williams | Linebacker | Ellenbogen | Limited | Rotation im Linebacker-Corps |
Die Kuriosität der Woche kommt von Dickerson, und sie ist keine lustige. Er hat sich die Knochenprellung im Training Camp geholt, als ihm jemand aufs Bein fiel, und sie wochenlang ausgesessen. Erst nach Week 1 zog er die Reißleine. Seine eigene Bewertung seines Auftritts gegen Washington: "I was a complete liability yesterday." Dazu der Satz, der die ganze Saison 2025 erklärt: "I don't want to limp through 18 weeks again because that was just ugly." [14]
Die Zahl dazu: Nach Week 1 stand Dickerson auf Platz 72 von 72 bewerteten Guards. Bei Carter hat sich die Lage im Wochenverlauf gedreht. Am Mittwoch fehlte er komplett, am Donnerstag stand er wieder auf dem Platz, allerdings mit einer Schiene am rechten Arm. Er selbst sagt, er werde spielen. In Week 1 war er auf 66 von 70 Defensive Snaps, ein Ausfall wäre die größte einzelne Veränderung in diesem Spiel [15]. Auch Cooper DeJean trainierte wieder mit.
Ein Wiedersehen gibt es trotzdem, nur mit umgekehrtem Vorzeichen: Ehemalige Eagles stehen nicht im Titans-Roster, dafür hat Philadelphia mit Linebacker Chance Campbell einen Mann im Roster, den Tennessee 2022 in Runde sechs gedraftet hatte.
Live-Baustein · Spieltag
Inactive Tracker
Veröffentlicht Sonntag 17:30 Uhr
Eagles
- Jonathan GreenardEDGEBrustmuskel
- Tanner McKeeQBEmergency QB (3.)
- Cole PaytonQBHealthy Scratch
- Elijah MooreWRHealthy Scratch
- Micah MorrisGHealthy Scratch
Titans
- Cor'Dale FlottCBOberschenkel
- James WilliamsLBEllbogen
- Antonio MafiOLHealthy Scratch
- Brandon Crenshaw-DicksonOLHealthy Scratch
- Kylen GransonTEHealthy Scratch
- Jackie MarshallDTHealthy Scratch
Einordnung: Die wichtigste Nachricht steht nicht auf der Liste: Andrew Mukuba (Knie, questionable) ist aktiv, Jalen Carter und Cooper DeJean ebenfalls. Auf der Eagles-Seite fehlt wie erwartet nur Greenard, Andy Dalton bleibt die Nummer zwei hinter Hurts. Bei Tennessee fällt Starting-Cornerback Cor'Dale Flott aus, Linebacker James Williams auch, Cedric Gray hat das Concussion-Protokoll geschafft und spielt. Dickerson und Stowers stehen auf der IR und tauchen deshalb hier nicht auf. Quelle: Jimmy Kempski, PhillyVoice.
Wettquoten: Favorit oder Underdog?
Linienbewegung seit Eröffnung
Am Mittwoch stand der Spread bei -6.5, bis Freitag ist er auf -7 gestiegen. Bemerkenswert, weil Philadelphia in derselben Zeit zwei Stammspieler als Fragezeichen dazubekommen hat. Der Markt gewichtet die Titans-Offense schwerer als die Eagles-Verletzungen. Das Total von 39.5 gehört zu den niedrigsten der Woche.
| Markt | US-Quote | Dezimalquote | Implizite Wahrscheinlichkeit |
|---|---|---|---|
| Eagles Spread -7 | -110 | 1,91 | 52,4 Prozent |
| Titans Spread +7 | -110 | 1,91 | 52,4 Prozent |
| Eagles Moneyline | -350 | 1,29 | 77,8 Prozent |
| Titans Moneyline | +280 | 3,80 | 26,3 Prozent |
| Over 39.5 | -110 | 1,91 | 52,4 Prozent |
| Under 39.5 | -110 | 1,91 | 52,4 Prozent |
(Stand Freitag, 18.09., von FanDuel Research · Quelle)
Die Linie hat sich bewegt, und zwar gegen die Titans. Am Mittwoch standen die Eagles noch bei -6,5, inzwischen sind es -7 [16]. Das ist bemerkenswert, weil die Eagles in dieser Zeit zwei Stammspieler als Fragezeichen dazubekommen haben. Der Markt gewichtet die Titans-Offense offenbar schwerer als die Eagles-Verletzungen.
Noch aussagekräftiger ist das Total. 39.5 gehört zu den niedrigsten Werten der Woche. Übersetzt heißt das: Die Buchmacher trauen Cam Wards Offense kaum zweistellige Punkte zu. Sie erwarten, dass Philadelphia den früh zumacht und danach die Uhr laufen lässt.
Zur Einordnung: Wir geben hier keine Wetttipps. Die Quoten stehen im Artikel, weil sie zeigen, wie der Markt dieses Spiel sieht.
Matchups, die das Spiel entscheiden
Vier Duelle · Tabs antippen · der Balken zeigt, wo ich den Vorteil sehe
Die Eagles-Front gegen Cam Ward
Eagles Pass-Rush
Defensive Front · Eagles
16
Pressures gegen Jayden Daniels in Week 1, erzeugt im Wesentlichen mit vier Mann statt mit Blitz.
Cam Ward
QB · Titans
4,4
Yards pro Versuch in Week 1. Ein Wert unter 6 gilt als schwach, der Ligaschnitt liegt bei rund 7.
Vorteil Eagles, klar
Ward ist unter Druck eingebrochen, Philadelphia erzeugt Druck ohne Blitz. Die einzige Frage ist, ob Jalen Carter spielt.
Das Kernduell. Philadelphia hat Jayden Daniels 16-mal unter Druck gesetzt, ohne dafür viel zu blitzen. Ward wiederum ist in Week 1 unter Druck eingebrochen. 4,4 Yards pro Versuch bei einem aDOT von nur 5,3: Das sind die Zahlen eines Quarterbacks, der den Ball loswerden will, bevor etwas passiert. Wenn Jalen Carter spielt, ist das ein Mismatch. Wenn nicht, wird es Arbeit, denn ohne Greenard fehlt am Edge weiter die zweite Welle.
Der Hebel liegt bei vier Mann. Muss Vic Fangio blitzen, um an Ward heranzukommen, öffnet er die Räume, in denen Wan'Dale Robinson und Gunnar Helm ihr Geld verdienen. Kommt der Druck ohne Blitz, wird es ein sehr kurzer Nachmittag für Tennessee.
Stärken und Schwächen
Eagles
Stärken
- Pass-Rush, der ohne Blitz Druck erzeugt, 16 Pressures in Week 1.
- Barkley gegen eine Front, die gerade 150 Rushing Yards zugelassen hat.
- Erfahrung in engen Spielen.
- Sirianni-Teams starten traditionell vorbereitet.
Schwächen
- Interior der Offensive Line komplett neu sortiert.
- Carter und DeJean angeschlagen.
- Die Offense hat im dritten Viertel gegen Washington dreimal in Folge nach drei Plays gepuntet.
- Kein dominanter Außen-Receiver seit Browns Abgang.
Titans
Stärken
- Jeffery Simmons ist ein echtes Problem für jede Interior-Line.
- Sehr gesundes Roster.
- Heimvorteil bei brutaler Hitze.
- Gegen die Eagles in Nashville historisch stark.
Schwächen
- Offense auf Platz 22 in EPA pro Play.
- 195 Total Yards in Week 1.
- Cam Ward bricht unter Druck ein.
- Die eigene D-Line brachte null Sacks zustande.
Spieler im Fokus
Drew Kendall
IOL · Eagles
Fünftrundenpick 2025, 24 Jahre alt, Sohn eines 13-Jahre-NFL-Guards, am Boston College ausschließlich Center. In seinem Rookie-Jahr kam er auf 89 Offense-Snaps und ließ dabei genau eine Pressure zu. Ob er als Left Guard spielt oder snappt, während Jurgens rausrückt, war bis Donnerstag offen. Kendall selbst dazu: "I was doing a little bit of everything. Of course, we're trying to keep everything in-house, so not trying to give out too much." <a href="#quelle-17" id="ref-17" class="source-ref" aria-label="Quelle 17 anzeigen">[17]</a>
Jalen Carter
DT · Eagles
Am Mittwoch fehlte er, am Donnerstag war er zurück, mit Schiene am rechten Arm. Er ist der Mann, der Wards Pocket von innen einreißen kann. Ohne ihn muss die Eagles-Front deutlich mehr über die Edges kommen, und dort fehlt Greenard ohnehin seit Week 1.
Cam Ward
QB · Titans
Zweites Jahr, erster Heimauftritt der Saison, und ein Head Coach, der seinen Job an ihn geknüpft hat. Ward hat in Week 1 kaum einen Ball über zehn Yards riskiert. Wenn er das gegen Philadelphia wiederholt, wird es ein sehr langer Nachmittag in Nashville.
Mein Take: So sehe ich das Spiel
"We just need to make Jalen Hurts be a QB." Jeffery Simmons hat das vor dem Spiel gesagt, und fair bleibt: Voll gelesen war es ein Defensiv-Plan, kein Rundumschlag. Hurts in der halten, nichts improvisieren lassen. Jordan Mailata hat es als Clickbait abgetan. Trotzdem klebt der Satz an dieser Woche. Er kommt von einem Team, dem die Jets gerade die Grenzen aufgezeigt haben: 195 Total Yards, elf First Downs, sechste Auftaktniederlage in Folge.
Wir haben auch gewackelt. Drittes Viertel gegen Washington, drei Three-and-outs am Stück, ehe Mannion die Kurve kriegte.
Was mich an diesem Sonntag wirklich interessiert, steht links in der Line. Landon Dickerson trat am Montag in South Philly vor die Mikrofone und sagte einen Satz, den kein dreimaliger Pro Bowler gern sagt: "I was a complete liability yesterday." Platz 72 von 72 Guards nach Week 1. Jetzt ist er auf der IR, und Drew Kendall soll als Left Guard übernehmen, 24 Jahre alt, kein einziger Regular-Season-Snap auf dieser Position.
Ob es dabei bleibt, ist offen. Die Variante, Kendall snappen zu lassen und Jurgens auf den Guard zu ziehen, hat Philadelphia nicht ausgeschlossen. Ich halte wenig davon. Ein gesunder Kendall zwischen Mailata und Jurgens kann mehr sein als ein humpelnder Dickerson. Ob das schon am Sonntag trägt, weiß niemand. Was sich sagen lässt: Diese Line wird ehrlicher.
Dazu die Zahl, über die an der keiner redet. Nashville ist unser erstes Auswärtsspiel der Saison, und dort haben wir die letzten drei Gastspiele verloren, 2002, 2010, 2018. Lange her. Leicht war Tennessee für uns trotzdem nie.
Carter trainiert wieder, aber mit Schiene am Arm. Kein Schützenfest also. Ein Rechenspiel. Am Ende Philly, weil unsere Baustelle einen Namen hat und ihre noch keinen.
Meine Prognose
Eagles gewinnen 24:13. Die Defense diktiert das Spiel: Tennessee kommt lange nicht über Field Goals hinaus, der einzige Titans-Touchdown fällt spät, als die Sache längst entschieden ist. Unsere Offense steigert sich, ohne zu glänzen. Gegen den Spread von 7 heißt das Cover, beim Total von 39.5 klar Under. Meine Bilanz 2026: 1-0 (Ergebnis), 0-1 (Spread).
Prognose-Tracker · Saison 2026
Wird im Rückblick aufgelöst. Keine Wettempfehlung, nur meine Einschätzung.
Fan-Puls
In der Bird Gang dreht sich diese Woche alles um fünf Positionen Offensive Line und um einen Satz aus Nashville. Bemerkenswert ist, wie dicht die Eagles die Personalie halten: Selbst die Kandidaten wissen offenbar nicht, wer spielt.
Rich Hofmann hat die Lage nach der IR-Meldung am knappsten zusammengefasst:
NBC Sports Philadelphia berichtet, dass auch Willie Lampkin und Drew Kendall im Dunkeln tappen, wer für Dickerson startet:
Und Brandon Lee Gowton hat den Simmons-Satz nach Philadelphia getragen, von wo aus er seine Eigendynamik entwickelte:
Häufige Fragen zu Eagles vs. Titans
Wann spielen die Eagles gegen die Titans?
Die Philadelphia Eagles gastieren am Sonntag, 20. September 2026, bei den Tennessee Titans. Kickoff ist um 13:00 Uhr Eastern Time, das entspricht 19:00 Uhr deutscher Sommerzeit (MESZ). Gespielt wird im Nissan Stadium in Nashville, dem letzten Jahr vor dem Umzug in den Neubau.Wo läuft Eagles vs. Titans in Deutschland?
Dieses Spiel läuft in Deutschland nicht im Free-TV. RTL zeigt im 19-Uhr-Slot stattdessen Steelers at Patriots, auf RTL+ läuft Bengals at Texans. Eagles at Titans gibt es bei Sky Sport NFL im Pay-TV sowie komplett im NFL Game Pass über DAZN. In den USA überträgt Fox mit Adam Amin, Drew Brees und Kristina Pink.Wer ist Favorit bei Eagles vs. Titans?
Die Eagles sind klarer Favorit. Die Buchmacher führen Philadelphia mit 7 Punkten Vorsprung, die Moneyline von -350 entspricht einer Siegwahrscheinlichkeit von rund 78 Prozent. Das Total liegt bei 39.5 Punkten und damit sehr niedrig. Zu Wochenbeginn stand der Spread noch bei -6,5, die Linie ist seitdem gegen die Titans gelaufen.Wer fehlt den Eagles gegen die Titans?
Left Guard Landon Dickerson steht wegen einer Knochenprellung im Knie auf der Injured Reserve und fällt mindestens vier Spiele aus. Tight End Eli Stowers verpasst mit einer Oberschenkelverletzung ebenfalls die ersten vier Spiele. Jalen Carter (Handgelenk) und Cooper DeJean (Wade und Bauch) verpassten das Mittwochstraining, kehrten am Donnerstag aber eingeschränkt zurück. Carter trug dabei eine Schiene am rechten Arm und kündigte an, spielen zu wollen. Jonathan Greenard (Brustmuskel) trainierte ebenfalls eingeschränkt, Safety Andrew Mukuba fehlte am Donnerstag. Bei den Titans fällt Edge Rusher Jaylen Harrell mit einem Kreuzbandriss die Saison aus.Wie war das letzte Spiel zwischen Eagles und Titans?
Das letzte Duell gewannen die Eagles am 4. Dezember 2022 mit 35:10 im Lincoln Financial Field. Insgesamt trafen beide Teams seit 1972 nur dreizehnmal aufeinander, die Eagles führen die Serie mit 8-5. In der Postseason standen sich Philadelphia und Tennessee noch nie gegenüber.Wer ersetzt Landon Dickerson am Left Guard?
Nach allem, was aus Philadelphia berichtet wird, ist Drew Kendall der wahrscheinliche Starter. Der Fünftrundenpick von 2025 hat in der Regular Season allerdings noch keinen Snap als Guard gespielt, sondern fast ausschließlich Center. Als Alternativen gelten Willie Lampkin sowie eine Umstellung, bei der Kendall Center spielt und Cam Jurgens an den Guard rückt. Die Eagles haben die Entscheidung bis zuletzt offengelassen.Der Rückblick zu diesem Spiel folgt nach dem Spiel.



