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Eagles Analyse: Mein 53er der Eagles: Warum Stowers auf IR geht – Titelbild für den Artikel auf www.fly-eagles-fly.de

Mein 53er der Eagles: Warum Stowers auf IR geht

Cutdown Day bei den Eagles: mein komplettes 53-Mann-Roster gegen die Prognosen der Beat-Writer. Stowers auf IR, Weru drauf, und wo ich bewusst anders liege.

19 Min. LesezeitKI-gestützt recherchiert, redaktionell verantwortet von Christian Fizia
53-Mann-RosterCutdown DayRosterHowie RosemanEli StowersPractice Squad2026

Cutdown Day riecht in Philadelphia immer gleich. Sonntag, 18 Uhr, und irgendwo an der sitzt einer mit einem ausgedruckten Depth Chart, streicht Namen durch, schreibt neue dazu, streicht wieder. Genau das habe ich diese Woche gemacht. 91 Spieler runter auf 53. Und ich sage es gleich vorweg: An zwei, drei Stellen liege ich anders als die halbe Beat-Riege der Stadt.

Das Schöne an diesem Jahr: kaum echte Locks-Diskussionen, dafür umso mehr an den Rändern. Ungefähr 48 Spieler wissen längst, wo sie am Montag zur Arbeit erscheinen [1]. Die Musik spielt bei den letzten fünf, sechs Plätzen. Da entscheidet sich, wer Howie Roseman wirklich ist.

Ein Gedanke vorweg, den Zach Berman in der Ringer-Folge am schärfsten formuliert hat: Roseman baut keinen 53er nach Gameday-Logik, er baut einen 70er. Die hinteren Plätze sind Entwicklungs- und Abschirmplätze, kein Luxus [2]. Wer noch denkt, die verbrennen doch keinen Roster-Spot für einen Spieler, der dieses Jahr nicht hilft, hat verstanden, wie das vor zehn Jahren lief. Nicht, wie es heute läuft. Dieser Satz ist der Schlüssel zu meinem ganzen Roster.

Mein 53-Mann-Roster auf einen Blick

Für alle, die nur die Namen wollen: So sieht mein Kader für Woche 1 aus, Position für Position. Die Begründung zu jedem Call folgt weiter unten.

PositionAnzahlSpieler
QB3Jalen Hurts, Tanner McKee, Cole Payton
RB3Saquon Barkley, Tank Bigsby, Will Shipley
WR5DeVonta Smith, Dontayvion Wicks, Darius Cooper, Makai Lemon, Marquise Brown
TE3Dallas Goedert, Johnny Mundt, Cameron Latu (Eli Stowers auf IR)
OL10Jordan Mailata, Landon Dickerson, Cam Jurgens, Tyler Steen, Lane Johnson, Markel Bell, Drew Kendall, Willie Lampkin, Micah Morris, Fred Johnson
DT6Jalen Carter, Jordan Davis, Moro Ojomo, Byron Young, Ty Robinson, Uar Bernard
Edge6Jonathan Greenard, Jalyx Hunt, Nolan Smith, A.J. Epenesa, Arnold Ebiketie, Joshua Weru
LB5Zack Baun, Jihaad Campbell, Jeremiah Trotter Jr., Smael Mondon Jr., Chance Campbell
CB6Quinyon Mitchell, Cooper DeJean, Riq Woolen, Jonathan Jones, Kelee Ringo, Mac McWilliams
S3Andrew Mukuba, Marcus Epps, Michael Carter II
Specialists3Jake Elliott (K), Braden Mann (P), Rocco Underwood (LS)

Stand: 29. August 2026, meine Projektion vor dem Cutdown Day.

Was die Beat-Writer zum Roster schreiben

Bevor ich Position für Position durchgehe: Das hier ist die Landschaft, gegen die ich meinen Roster gebaut habe. Neun Projektionen, sechs geschrieben, drei aus zwei Podcasts. Die Datumsspalte ist wichtig: Gowton hat schon Anfang August getippt, der Rest stammt aus der Cutdown-Woche.

ReporterOutlet und QuelleStandAuffälligster Call
Zach BermanThe Athletic24.08.Vier TE inkl. Latu, Weru drauf, Dalton-Trade
Brooks KubenaThe Athletic24.08.Nur drei TE, Moore drauf, Fred Johnson gesetzt
Jeff McLaneInquirer28.08.Dalton-Trade, Wilson auf IR, sechs CB inkl. Ringo
Tim McManusESPN24.08.Dalton bleibt, Calcaterra als TE4, Underwood drauf
Jimmy KempskiPhillyVoice29.08.Finale Version fast 1:1 wie mein Roster: Stowers auf IR, Weru drauf, Underwood drauf
Brandon Lee GowtonBleeding Green Nation09.08.Dalton bleibt, elf O-Liner, Weru raus
Bo WulfPHLY-Podcast29.08.Stowers auf IR, zwei aktive TE, Underwood drauf
Fran DuffyPHLY-Podcast29.08.Erwägt vier QBs, schwankt bei Stowers
Berman und Sheil KapadiaThe Ringer26.08.Fast deckungsgleich, Streit nur um vierten QB

Und so viele Spieler behält jede der sechs geschriebenen Projektionen pro Position. Da, wo meine Spalte ausschert, liegt der Streit.

PositionBermanKubenaMcLaneMcManusKempskiGowtonIch
QB3333333
RB3333333
WR5656565
TE4344343
OL10101010101110
DT6666656
Edge6665656
LB5554555
CB6666656
Safety3333343
Specialists2223323
Summe53535353535353

Kleiner Hinweis zur Lesart: McManus zählt Edge und Off-Ball-Linebacker in seinem Text zusammen, ich habe die Gruppe für die Tabelle aufgeteilt (fünf Edge, vier Linebacker). Und Bo Wulf aus dem PHLY-Postgame taucht hier nicht auf, weil er keinen festen Positions-Roster schreibt. Seine Zahlen decken sich aber fast eins zu eins mit meiner Spalte. Und Kempskis finale Version vom 29.08. trifft meine Spalte sogar exakt, Position für Position.

Und ein Versprechen für nach dem Wochenende: Sobald der echte 53er steht, lege ich die tatsächlichen Cuts neben meinen Roster und die Vorhersagen der Beat-Writer. Dann zählen wir aus, wer am nächsten dran war. Diese Tabelle bekommt am Montag ihre Auflösung. Mein Roster liegt, das nehme ich vorweg, am nächsten an Bo Wulf. Warum, sieht man jetzt Position für Position.

Quarterback

Jalen Hurts · Tanner McKee · Cole Payton

Die Eagles haben es geschafft, aus einer guten Backup-Situation eine schlechte und aus der schlechten eine richtig schlechte zu machen. Du schaust das Bengals-Spiel, siehst Tanner McKee lange laufen, denkst, das ist die Botschaft. Dann kommt im vierten Viertel plötzlich Andy Dalton rein, mit dem keiner mehr gerechnet hatte. Als QB-Factory ist das kein Kompliment.

Ich gehe mit drei. Dalton verabschiedet sich. Bei den Schreibern ist das fast Konsens (von Zach Berman und Brooks Kubena · Quelle), auch McLane tippt auf einen Dalton-Trade [3]. Eigentlich müsste man vier QBs halten, um sich nichts zu verbauen. Aber das ist ein Waste of Roster Spot, und Roseman hat selbst gesagt, er wäre mit vier QBs komfortabel. Reden und tun sind zwei Dinge.

Die ehrlichste Szene dazu lieferte Fran Duffy im PHLY-Postgame. Er hatte seinen 53er vor dem Spiel in Stift, Dalton auf der Seite mit dem Vermerk "nicht im Team", dann während des Spiels durchgestrichen und rübergeschoben, dann wieder zurück. Bis zur Abgabe könne er nochmal kippen [4]. Genau so fühlt sich diese Position an. Was von außen niemand seriös sagen kann: wer am Sonntag QB2 ist. Was sich sagen lässt: Payton bleibt, weil man ihn nicht über Waivers verlieren will.

Running Back

Saquon Barkley · Tank Bigsby · Will Shipley

Der einfachste Absatz des Textes. Dameon Pierce und Carson Steele haben in der Preseason nett ausgesehen, aber es gibt keinen Grund für einen vierten RB. Pierce landet auf dem , falls er nicht injured waived werden muss. Bei drei Backs sind sich hier auch alle sechs Schreiber einig.

Wide Receiver

DeVonta Smith · Dontayvion Wicks · Darius Cooper · Makai Lemon · Marquise Brown

Ich gehe mit fünf. Der Sechste bleibt auf dem Practice Squad. Und ja, das heißt Elijah Moore runter. Ich habe keine Angst, ihn zu verlieren. Als Vested Veteran geht er über Waivers, aber ohne garantiertes Geld wie bei Brown und mit dünnem Markt holt ihn kaum jemand. Genau das ist auch Bermans Logik, der ihn ebenfalls auf den Practice Squad legt und in Woche 1 hochziehen würde [5]. Kubena und McManus behalten Moore dagegen auf dem 53 [6]. Ich nicht. Ersatz findet man nach dem Cutdown in den Releases.

Tight End

Dallas Goedert · Johnny Mundt · Cameron Latu (Eli Stowers auf IR)

Jetzt wird es unbequem. Tight End ist bei mir das größte Fragezeichen im ganzen Kader, und ich löse es mit einem Move, den Bo Wulf im PHLY-Postgame genauso auf dem Zettel hatte: Eli Stowers startet auf Short-Term IR [7].

Die Logik: Goedert und Mundt sind die fixen TEs. Stowers, der Zweitrundenpick, hat den Sommer verpasst und ist am Hamstring hängengeblieben. Die Eagles brauchen ihn die ersten vier Wochen nicht, es ist keine Saison-Verletzung mehr wie früher. Also parkt man ihn, designiert ihn nach Spieltag vier zurück und gewinnt einen Roster-Spot. Latu bleibt bei mir als dritter TE drauf, weil er Special Teams, Blocking und Fullback abdeckt. Mehrere Rollen in einem Body, das ist auf dem hinteren Roster bares Geld.

Das Problem bleibt trotzdem. Mundt ist ein reiner Blocking-TE, der über ein Spiel vielleicht ein, zwei Pässe fängt. 150 bis 200 Receiving Yards über die Saison wären schon eine Überraschung. Uns fehlt ein Receiving-TE, der in Sean Mannions 12-Personnel-Sets einen echten Konflikt für die Defense erzeugt. Sheil Kapadia hat genau da den Finger reingelegt: Wenn Mundt als Passfänger niemanden zwingt, wackelt die ganze Heavy-Package-Idee [8]. Grant Calcaterra ist verletzt, E.J. Jenkins geht auf den Practice Squad. Ein Receiving-TE ist auf dem Markt rar, ein großes Upgrade sehe ich hier nicht in Reichweite. Aber gebraucht wird es. Das ist genau die Stelle, an der Roseman noch zuschlägt, wenn er zuschlägt.

Offensive Line

Jordan Mailata · Landon Dickerson · Cam Jurgens · Tyler Steen · Lane Johnson · Markel Bell · Drew Kendall · Willie Lampkin · Micah Morris · Fred Johnson

Zehn O-Liner. Es gab Jahre, da sind die Eagles mit acht oder neun gegangen, aber diesmal ist der Platz da. Neben den Startern stehen Bell, Kendall, Lampkin und Morris als Entwicklungsschiene. Und Fred Johnson bleibt vorerst drauf.

Genau hier liegt der einzige echte Streitpunkt zwischen Berman und Kubena. Beide behalten Fred Johnson, aber Kubena kontert die eigene Wahl selbst: Man überschätzt den bekannten Spieler, Johnson hatte zwei Offseasons Zeit, woanders unterzukommen, und kam beide Male zurück [9]. Meine Haltung deckt sich mit der von Bo und Fran im Postgame: Wäre Markel Bell hundertprozentig gesund zum Auftakt, könnte man über einen Fred-Johnson-Trade nachdenken [10]. Weil bei Bell aber ein Fragezeichen an der Verletzung steht, bleibt der Known Quantity als Swing Tackle vorerst drauf. Lampkin ist übrigens die schönste Story der Gruppe: kleinster O-Liner der Liga seit Jahrzehnten, und trotzdem hat er sich den Spot verdient [11].

Defensive Tackle

Jalen Carter · Jordan Davis · Moro Ojomo · Byron Young · Ty Robinson · Uar Bernard

Sechs Innen-Liner, keine Überraschung. Carter, Davis, Ojomo sind gesetzt. Byron Young und Ty Robinson haben sich das verdient, beide wurden von Vic Fangio gelobt. Fran Duffy hat den entscheidenden Punkt zu Young geliefert: Er ist der Backup-Nose hinter Davis, und das kann sonst keiner auf dem Roster. Robinson gibt dir das nicht [12].

Und dann Uar Bernard. Zu meiner Freude passt er noch drauf. Spielen würde ich ihn nicht, dafür fehlt zu viel. Man hat in der Preseason gesehen, wie er vom Play weggeschoben wurde, noch beeindruckt von der Kulisse. Fangio hat ihn als "light-years away" beschrieben. Aber die Gefahr, ihn zu cutten, ihn auf den Practice Squad zu nehmen und dabei ganz zu verlieren, ist zu hoch. Berman hat den Mechanismus in der Ringer-Folge sauber erklärt: Am Cutdown Day müssen Bernard und Joshua Weru zuerst über Waivers, greifbar für jedes Team. Erst danach gibt es den einen International-Pathway-Slot als 17. Practice-Squad-Platz. Wer sie sicher behalten will, muss sie auf den 53er nehmen [13]. Das ist der gleiche Geduld-Move, mit dem aus einem Rohprojekt namens Jordan Mailata mal ein -Left-Tackle wurde.

Edge

Jonathan Greenard · Jalyx Hunt · Nolan Smith · A.J. Epenesa · Arnold Ebiketie · Joshua Weru

Die Stelle, an der ich vom klaren Konsens abweiche. Hunt, Smith, Epenesa und Ebiketie sind auf dem Roster. Dann zwei Fragezeichen. Jonathan Greenard, dessen Verletzungslage zu fluide ist, um sie von außen zu greifen. Alles, was die Eagles sagen, ist: Game 1 ready. Mein Gefühl sagt, das ist ein Wackelkandidat, und wenn es länger dauert, landet er auf PUP und ist vier Wochen weg [14]. Das würde einen Spot öffnen.

Der zweite ist Weru, und den nehme ich mit. Gowton ließ ihn in seiner Anfang-August-Version noch draußen [15]. Kempski hat in seiner finalen Projektion inzwischen umgeschwenkt und nimmt ihn ebenfalls mit [16]. Aber der ehemalige kenianische Rugby-Nationalspieler hat in der Preseason seinen ersten geholt und fast die Hälfte der Defensivsnaps gegen New England gespielt. Berman schrieb selbst, er würde sich ärgern, wenn er Weru streicht. Zu Recht [17]. Gleiche IPP-Logik wie bei Bernard: lieber schützen als über Waivers verschenken.

Linebacker

Zack Baun · Jihaad Campbell · Jeremiah Trotter Jr. · Smael Mondon Jr. · Chance Campbell

Relativ einfach. Baun, Jihaad Campbell und Trotter sind die Locks. Mondon nehme ich mit, Chance Campbell hat gut genug gespielt, und Fangio hat den Reportern selbst gesagt, sie sollen Chance auf die 53er-Projektionen setzen [18]. Deontae Lawson würde ich nicht auf den Roster nehmen, er ist ein Practice-Squad-Fall.

Cornerback

Quinyon Mitchell · Cooper DeJean · Riq Woolen · Jonathan Jones · Kelee Ringo · Mac McWilliams

Hier gehe ich in die Tiefe. Mitchell, DeJean, Woolen sind keine Diskussion, das kann das beste Starting-Trio der Liga werden. Jonathan Jones hat es verdient. Kelee Ringo, auch wenn ihn viele in der Coverage abschreiben, halten seine Gunner-Fähigkeiten auf dem Roster. Mac McWilliams ist mein Spieler 51, 52 oder 53 und cutbar, aber dann landet er ohnehin wieder auf dem Practice Squad. Hier sehe ich keine Gefahr. Kempski schwankte lange, behält in seiner finalen Projektion aber beide, genau wie ich [19].

Safety

Andrew Mukuba · Marcus Epps · Michael Carter II

Kurz. Alle drei sauber. Maximus Pulley ist nicht gut genug, um ihn sicher mitnehmen zu müssen, und DeJean spielt in Base ohnehin Safety. Nur Gowton nimmt in seiner frühen Version Pulley als Vierten. Kempski wollte ihn zwar aufs 53, ließ ihn am Ende aber weg und ging leicht, genau wie ich.

Specialists

Jake Elliott · Braden Mann · Rocco Underwood

Hier trennt sich meine Rechnung von fast allen. Viele Beat-Writer lassen offen, wer der Long Snapper ist, und schieben Rocco Underwood erstmal auf den Practice Squad, um nach Cutdown den Markt zu prüfen [20]. Elliott und Mann sind gesetzt. Und Underwood nehme ich mit, aus einem simplen Grund: Ich stehe nach meiner Positionsrechnung nur bei 52. Es gibt keinen Grund, ihn runterzunehmen. Cutten und jemand anderen holen geht in Woche zwei immer noch. ESPN sieht das genauso und behält ihn ebenfalls [21]. Auch Kempski kam in seiner finalen Version zum selben Schluss [22].

Das eigentliche Signal

Wenn ich meinen Roster neben die anderen lege, fällt eins auf: Ich liege näher an Bo Wulf als an Berman. Und Kempskis finale Projektion vom Cutdown-Wochenende landet auf demselben 53er wie ich, Name für Name. Stowers auf IR, nur zwei aktive Receiving-Optionen an Tight End, dafür Tiefe an Edge, Corner und Defensive Line, wo sie billig ist. Das ist bewusst. Wenn ich vorne einen Spot spare, weil ein Verletzter ohnehin einen Monat pausiert, dann investiere ich ihn hinten in einen Upside-Schuss wie Weru oder in einen Gunner wie Ringo.

Die Front-Office-Logik dahinter ist kalt und richtig: Bei so vielen Top-of-the-Market-Verträgen in der Defense braucht dieses Team genau solche Lottoscheine, um billig nachzuwachsen [23]. Die Fan-Logik ist genauso legitim: Man will Spieler sehen, die am Sonntag helfen, keine Redshirts. Beide haben recht. Ich stehe am Ende auf der Seite der Geduld, weil sie in Philly zuletzt zwei Lombardis eingebracht hat.

Mein Fazit: 46 sichere Namen, dann wird es dünn

Wenn ich ehrlich durchzähle, komme ich auf ungefähr 46 Spieler, die zweifelsfrei auf den Roster gehören. Danach kommen fünf bis acht, bei denen die Frage wirklich lautet: der oder der Practice Squad. Genau da landeten im PHLY-Postgame übrigens auch Bo Wulf und Fran Duffy, beide bei rund 46 Namen, die sie in Stift setzen würden, bevor die Wackelei losging [24].

Was das zeigt: Dieser Kader hat keine großartige Tiefe. Es gab Jahre, da war man sich bei 55 Spielern sicher, dass sie draufgehören. Dieses Jahr sind es weniger. Besorgniserregend? Nein, noch nicht. Aber man muss es klar benennen. Ein, zwei Verletzungen an der falschen Stelle fangen wir ab. Eine ganze Welle fangen wir nicht ab.

Ist das Roster deshalb schlecht? Auf keinen Fall. Es ist ein Punkt, den man adressieren muss, kein Alarm. Und die Perspektive gehört dazu: Die halbe Liga sitzt am Cutdown Day vor genau demselben Problem. Meine Top 46 sind sehr, sehr gut. Da spielen wir ganz oben mit. Ob es über eine 17-Wochen-Saison samt aller Zipperlein reicht, ist die eine große offene Frage.

Eine Sache bleibt offen, und die sage ich ehrlich: Ob Roseman diesen Kader so stehen lässt, glaube ich selbst nicht. Berman erwartet, dass er schon vor Sonntag aktiv wird [25]. Tight End ist mein heißester Kandidat für einen Trade. Merk dir den Namen des Receiving-TE, den Howie in den nächsten 48 Stunden reinholt. Ich wette, es gibt einen. Und am Montag lege ich den echten 53er neben meinen Roster und die Vorhersagen der ganzen Beat-Riege. Dann sehen wir, wer die Bird Gang am besten gelesen hat.

Häufige Fragen zum 53-Mann-Roster der Eagles 2026

Wann ist der NFL Roster Cutdown 2026 und bis wann? Alle 32 Teams müssen ihren Kader bis Sonntag, 30. August 2026, 18 Uhr ET von der Offseason-Größe auf 53 Spieler kürzen. Für die Eagles heißt das früher Ortszeit einen langen Tag mit Trades und Cuts. Die freigesetzten Spieler laufen anschließend über Waivers, bevor sich am folgenden Tag die Practice Squads bilden.
Was ist das 90-Mann-Roster, und warum stehen die Eagles bei 91? Im Offseason und Training Camp darf ein NFL-Team bis zu 90 Spieler unter Vertrag haben, das ist der Kader, aus dem gekürzt wird. Die Eagles stehen dieses Jahr bei 91, weil ihnen das International Player Pathway Program einen zusätzlichen Platz gewährt. Von dieser Größe geht es am Cutdown Day runter auf 53 aktive Spieler.
Was ist der Practice Squad und wie groß ist er? Der Practice Squad ist ein Trainingskader neben dem 53-Mann-Roster, auf dem Teams Spieler entwickeln und als Verletzungs-Reserve vorhalten. Er umfasst 16 Spieler, plus einen 17. Platz für einen International-Pathway-Spieler. Practice-Squad-Spieler trainieren mit, zählen aber nicht zum aktiven 53er, bis sie hochgezogen werden.
Was bedeuten Waivers, und wer ist davon ausgenommen? Wird ein Spieler mit weniger als vier angerechneten NFL-Jahren gecuttet, läuft er über Waivers: Andere Teams können ihn in der Reihenfolge der Draft-Priorität beanspruchen. Ein Vested Veteran (vier oder mehr Jahre) ist waiver-exempt und wird sofort Free Agent, kann also frei unterschreiben, auch beim eigenen Team auf dem Practice Squad. Deshalb lassen sich Vested Veterans leichter zwischenparken als junge Spieler.
Was ist der Unterschied zwischen Injured Reserve (IR) und der PUP-Liste? Beide nehmen verletzte Spieler vom aktiven Roster. Auf Injured Reserve mit Rückkehr-Designation muss ein Spieler eine Mindestzahl an Spielen aussetzen, darf danach aber zurückkehren. Die PUP-Liste (Physically Unable to Perform) gilt für Spieler, die seit dem Camp verletzt sind, und sperrt sie zu Saisonbeginn für die ersten vier Wochen. Beides schafft kurzfristig einen Roster-Platz.
Was ist das International Player Pathway Program? Das International Player Pathway Program (IPP) bringt Talente aus dem Ausland ohne klassische College-Football-Laufbahn in die NFL. Ein IPP-Spieler darf einen 17. Practice-Squad-Platz belegen, der sonst nicht existiert. Der Haken: Diesen Schutz gibt es erst nach dem Cutdown, davor muss der Spieler über Waivers. Die Eagles haben mit Uar Bernard und Joshua Weru gleich zwei solcher Projekte.
Was sind Practice-Squad-Elevations? Teams dürfen Spieler vom Practice Squad für einzelne Spieltage in den aktiven Kader hochziehen, ohne sie fest auf den 53er zu nehmen. Erlaubt sind zwei Elevations pro Spiel und maximal drei Hochzüge pro Spieler und Saison, danach muss er regulär verpflichtet werden. So lassen sich dünne Positionen kurzfristig auffüllen, etwa ein Punt Returner oder ein Long Snapper.
Wann startet die Eagles-Saison 2026? Der Saisonauftakt steigt am 13. September 2026 gegen die Washington Commanders im Lincoln Financial Field. Zwischen Cutdown und Kickoff bleibt Howie Roseman also knapp zwei Wochen, um über Waivers und Trades nachzubessern. Der finale Woche-1-Kader sieht selten exakt so aus wie das initiale 53er vom Cutdown Day.
Warum sollte Eli Stowers auf Injured Reserve starten? Stowers, der Zweitrundenpick, hat wegen einer Hamstring-Verletzung fast den ganzen Sommer verpasst. Da die Eagles ihn die ersten vier Wochen nicht zwingend brauchen und moderne IR-Regeln eine Rückkehr erlauben, spart ein Short-Term-IR-Start einen Roster-Spot, ohne ihn dauerhaft zu verlieren. Bo Wulf von PHLY sieht es genauso.
Was passiert mit Andy Dalton? Die Mehrheit der Philly-Beat-Writer erwartet, dass Roseman Dalton vor dem Cutdown tradet und mit Hurts, Tanner McKee und Rookie Cole Payton in die Saison geht. Ausgeschlossen ist es nicht, dass die Eagles kurzzeitig vier Quarterbacks halten, um den Trade-Wert zu maximieren. Fix ist an dieser Position aktuell nichts außer Hurts.
Wo weicht dieser Roster am stärksten vom Konsens ab? An drei Stellen: Stowers auf IR statt aktiv, Rocco Underwood als Long Snapper direkt auf dem 53er, und sechs Edge Rusher inklusive Joshua Weru. Dafür gehe ich an Tight End nur mit drei Namen und lasse Elijah Moore sowie einen vierten Safety weg. Es ist ein Roster, der vorne spart und hinten in Tiefe und Upside investiert.
Welche Position ist die größte Baustelle im Kader? Tight End. Mit Goedert und dem reinen Blocker Mundt fehlt ein echter Receiving-Tight-End, der in den 12-Personnel-Sets von OC Sean Mannion Druck auf die Defense erzeugt. Sowohl Berman und Kapadia als auch ich erwarten deshalb eher einen Zukauf oder kleinen Trade als eine interne Lösung.

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