Am Montag hat niemand eine Krone vergeben. Seit mindestens 2021 zählen die Eagles-Beat-Writer nach jedem Cutdown aus, wer die meisten der 53 Namen richtig hatte, und küren einen King of the Beats. 2024 gewann EJ Smith mit 52 Treffern [1]. Ein Jahr später endete es unentschieden. EJ Smith und Olivia Reiner teilten sich den Titel und nannten sich selbst König und Königin der Beats.
2026 wartet die Bird Gang noch. Kein Post, kein Podcast, keine Auszählung. Also mache ich es selbst.
Ich habe am Freitag mein eigenes 53-Mann-Roster veröffentlicht, Position für Position, gegen neun Projektionen der Philly-Riege gebaut. Sonntagabend um 18 Uhr kam die Auflösung. Hier ist sie, ohne Beschönigung.
Mein Ergebnis: 49 von 53
Vier Namen hatte ich drauf, die es nicht geschafft haben: Cameron Latu, Uar Bernard, Joshua Weru und Chance Campbell. Vier habe ich verpasst, die es geschafft haben: Andy Dalton, Elijah Moore, E.J. Jenkins und Eli Stowers.
Das ist die eine Zahl, die zählt. 49.
Und jetzt kommt die Stelle, an der es unangenehm wird: Ich habe exakt dieselben 53 Namen aufgeschrieben wie Jimmy Kempski und Dave Zangaro. Nicht ähnlich. Identisch. Dieselben vier Fehler, dieselben vier Lücken. In meinem Artikel stand noch der Satz, Kempskis finale Version treffe meine Spalte Position für Position. Sie traf sie auch Name für Name.
Die Auszählung: Wer wie nah dran war
Ich habe alle acht veröffentlichten Projektionen gegen das offizielle Roster gehalten [2] und ausgezählt.
| Platz | Autor | Outlet | Stand | Treffer |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Tim McManus | ESPN | 24.08. | 51 |
| 2 | Brooks Kubena | The Athletic | 24.08. | 50 |
| 3 | Jimmy Kempski | PhillyVoice | 29.08. | 49 |
| 3 | Dave Zangaro | NBC Sports Philadelphia | 29.08. | 49 |
| 3 | Jeff McLane | Inquirer | 28.08. | 49 |
| 3 | Zach Berman | The Athletic | 24.08. | 49 |
| 3 | EJ Smith | PHLY | 29.08. | 49 |
| 3 | flyeaglesfly.win | eigene Projektion | 29.08. | 49 |
| 9 | Brandon Lee Gowton | Bleeding Green Nation | 29.08. | 48 |
Zur Fairness gehört der Zeitstempel. McManus und Kubena haben am 24. August abgegeben, fünf Tage und ein komplettes Preseason-Finale vor dem Rest. Ihr Vorsprung ist echt, aber er ist nicht unter gleichen Bedingungen entstanden. Und noch etwas: Der amtierende König steht in dieser Liste auf Platz drei. Wenn der Titel nach Treffern vergeben wird, verliert EJ Smith ihn dieses Jahr an den Mann von ESPN.
Ich selbst bin dabei nicht wählbar, und das ist in Ordnung. Der Titel gehört den Leuten, die jeden Tag am Jefferson Health Training Complex stehen. Diese Seite hat keinen Zugang zum Locker Room. Sie hat einen Zettel, einen Küchentisch und zu viel Zeit.
Meine Headline war falsch
Mein Artikel hieß "Warum Stowers auf IR geht". Er ging nicht auf IR. Eli Stowers steht mit der 87 auf dem aktiven Roster.
Auf Injured Reserve mit Rückkehr-Designation landete stattdessen Grant Calcaterra, zusammen mit Cornerback Jakorian Bennett. Beide fehlen mindestens vier Spiele. Meine Logik war nicht dumm. Ich habe sie nur auf den falschen Namen angewendet. In meinem Text stand sogar, dass Calcaterra verletzt ist. Ich habe die Verletzung gesehen und den Roster-Spot beim anderen Tight End gespart.
Der Mechanismus stimmte. Der Name nicht. Das gehört benannt, sonst ist so eine Auswertung wertlos.
Was ich dagegen richtig hatte: die komplette Offensive Line. Zehn Namen, zehn Treffer, inklusive Fred Johnson als Swing Tackle, den Kubena selbst als möglichen Trugschluss markiert hatte. Dazu alle neun Defensive Backs, Name für Name, und alle drei Specialists. Rocco Underwood steht mit der 37 auf dem Roster, obwohl McLane und Berman den Long Snapper erst nach dem Cutdown vom Markt holen wollten.
Die Falle, in die fast alle getappt sind
Uar Bernard stand bei acht von neun Projektionen auf dem 53er. Joshua Weru ebenfalls bei acht von neun. Beide wurden gewaived.
Kein Zufall, sondern ein kollektiver Denkfehler. Ich habe ihn in meinem Text sogar ausführlich begründet: Die beiden International-Pathway-Spieler müssen am Cutdown Day zuerst über Waivers, greifbar für jedes Team. Erst danach greift der 17. Practice-Squad-Platz. Wer sie sicher behalten will, schrieb ich, muss sie auf den 53er nehmen.
Roseman nahm das Risiko. Am Montag standen beide auf der Practice-Squad-Liste [3]. Niemand hat sie geclaimt.
Es sind die zwei Geschichten, wegen denen dieser Sommer im Gedächtnis bleibt. Bernard, der Siebtrundenpick aus Nigeria, machte seinen allerersten Football-Tackle im zweiten Preseason-Spiel gegen New England. Weru, bis vor kurzem Rugby-Nationalspieler in Kenia, holte im zweiten Football-Spiel seines Lebens einen gegen Behren Morton. Zwischen diesen beiden Momenten und Sonntagabend um 18 Uhr lag ein Waiver-Fenster, in dem 31 Teams zugreifen konnten. Keines tat es.
Dasselbe Muster bei Chance Campbell: acht von neun hatten ihn drauf, weil Vic Fangio den Reportern wörtlich gesagt hatte, sie sollten ihn einplanen. Er wurde released und kam über den zurück. Wenn ein Defensive Coordinator der versammelten Beat-Riege einen Namen diktiert, schreiben ihn alle auf. Das ist menschlich. Es ist trotzdem ein Fehler.
Beide Seiten hatten recht, und das ist kein Widerspruch. Aus Front-Office-Sicht war die Rechnung kalt und richtig: Ein 53er-Platz für einen Spieler, der in Woche eins nicht hilft, kostet mehr als das Restrisiko. Ein Rohprojekt halten auch die anderen 31 Teams für ein Rohprojekt. Aus Beat-Sicht war die Vorsicht genauso rational. Man verwettet nicht leichtfertig einen Siebtrundenpick und die schönste Geschichte des Sommers.
Roseman hat gepokert und gewonnen. Nächstes Jahr macht es ihm die halbe Stadt nach, und dann geht es schief.
Die drei Blindstellen der gesamten Beat-Riege
Vier Quarterbacks: null Treffer. Keine einzige der neun Projektionen hatte Hurts, McKee, Dalton und Payton zusammen auf dem Roster. Sechs tippten auf Hurts, McKee, Payton. McManus auf Hurts, Dalton, Payton. EJ Smith auf Hurts, McKee, Dalton. Alle drei Varianten lagen falsch, weil die richtige Antwort lautete: alle vier.
Roseman nannte Quarterback am Montag die wichtigste Position im Sport. Alle vier hätten Wert für das Team, manche kurzfristig, manche langfristig mit Blick auf Payton [4]. Einen QB2 wollte er nicht benennen. Alles, was in die Vorbereitung auf Washington gehe, bleibe intern. Philadelphia steht damit nicht allein: Auch Pittsburgh, Minnesota und Atlanta gingen mit vier Quarterbacks ins Wochenende [5].
E.J. Jenkins: null Treffer. Neun von neun hatten den Tight End nicht auf dem 53er. Fünf von uns nannten ihn ausdrücklich als Practice-Squad-Kandidaten, ich eingeschlossen. Er steht mit der 84 im Kader. Das ist die größte gemeinsame Blindstelle des Jahres, und sie ist die logische Folge des Calcaterra-Ausfalls, den keiner zu Ende gedacht hat.
Elijah Moore: drei von neun. McManus, Kubena und Gowton hatten ihn drauf. Die restlichen sechs schoben ihn auf den Practice Squad, alle mit derselben Begründung: Hollywood Brown sei wegen der garantierten fünf Millionen sicher. Stimmt auch. Nur schafften es am Ende beide.
Die drei Fehler haben eine gemeinsame Wurzel. Wir haben alle einen 53er nach Gameday-Logik gebaut, obwohl Berman genau davor gewarnt hatte: Roseman baut keinen 53er, er baut einen 70er. Am Montag formulierte es der General Manager selbst als Überschrift über das ganze Wochenende. Verpflichtet auf Geduld und Entwicklung.
Was das für die nächsten zwei Wochen heißt
Zwischen Cutdown und dem gegen Washington am 13. September liegen knapp zwei Wochen. Das initiale Roster ist selten das Woche-1-Roster. In zwei Wochen stehen keine vier Quarterbacks mehr auf dieser Liste, dafür ist die Position zu teuer und der Markt nach den Cuts zu voll. Irgendein Team ruft an. Mein Tipp: Dalton geht, weil ein Klub für einen 38-Jährigen weniger zahlt, als McKee diesem Team wert ist. Sicher weiß das niemand, gerade wenn Roseman die Karten so dicht am Körper hält wie diese Woche.
Und der Receiving-Tight-End, von dem ich vor dem Cutdown geschrieben habe, Roseman werde ihn in 48 Stunden holen? Den hat er nicht geholt. Er hat stattdessen E.J. Jenkins behalten und Calcaterra geparkt. Ich lag falsch, aber ich bleibe bei der These: Diese Gruppe erzeugt in Mannions 12-Personnel-Sets keinen Konflikt für eine NFC-East-Defense. Der Bedarf ist nicht weg, nur vertagt.
Behalt die Waiver-Liste im Auge. Und wenn irgendwann diese Woche doch noch jemand die Krone verteilt: Nach Treffern geht sie an ESPN, nicht an die . Das ist bitter für eine Stadt, die auf ihre Beat-Riege stolz ist wie auf wenig sonst.
Ich nehme meine 49 und gehe zufrieden nach Hause. Nächstes Jahr lasse ich die Finger von den Pathway-Spielern.



