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Salary Cap und Verträge

Dead Cap (Dead Money)

Cap-Belastung für einen Spieler, der nicht mehr im Team ist.

Cap-Belastung für einen Spieler, der nicht mehr im Team ist. Entsteht, wenn ein Spieler entlassen oder getradet wird, aber noch nicht verrechneter Signing Bonus auf den Büchern steht. Dieses Geld wurde bereits bezahlt, belastet aber weiterhin den Cap. Dead Cap und Dead Money bezeichnen dasselbe.

Wie es entsteht: Ein Signing Bonus wird für den Cap auf bis zu fünf Jahre verteilt. Geht der Spieler vorher, fällt der Rest nicht weg, sondern beschleunigt: Alle noch offenen Anteile landen auf einen Schlag im laufenden Jahr. Dazu kommen garantierte Gehälter, die auch nach einer Entlassung gezahlt werden müssen. Dead Cap ist der Grund, warum Teams schlechte Verträge nicht einfach loswerden können. Je mehr Signing Bonus in die Zukunft geschoben wurde, desto teurer die vorzeitige Trennung.

Rechenbeispiel: Ein Spieler unterschreibt für fünf Jahre mit 25 Millionen Dollar Signing Bonus, also 5 Millionen Cap pro Jahr. Nach zwei Saisons wird er entlassen. Die drei offenen Jahre (15 Millionen) werden sofort fällig: 15 Millionen Dead Cap in einem Jahr, für einen Spieler, der längst für einen anderen Verein spielt. Hätte das Team ihn nach dem 1. Juni entlassen, dürfte es splitten: 5 Millionen im laufenden Jahr, 10 Millionen im nächsten.

Der Post-June-1-Trick: Nach dem 1. Juni ändern sich die Regeln. Das Team trägt im laufenden Jahr nur den ohnehin eingeplanten Bonus-Anteil, der Rest rutscht ins Folgejahr. Zwei Spieler pro Jahr darf ein Team schon vor dem 1. Juni als Post-June-1-Cut markieren. Deshalb häufen sich Trades und Cuts teurer Veteranen rund um diesen Termin.

Void Years und Dead Money: Leere Vertragsjahre (Void Years) verteilen einen Bonus über mehr Jahre, als der Spieler tatsächlich unter Vertrag steht. Läuft der Vertrag aus, werden alle Anteile aus den Void Years im folgenden Liga-Jahr auf einen Schlag fällig, als Dead Cap für einen Spieler, der regulär gegangen ist. Das ist gewollt: Das Team kauft sich heute Cap Space und zahlt morgen.

Das Eagles-Beispiel A.J. Brown: Als die Eagles Brown 2026 zu den Patriots tradeten, warteten sie bewusst bis nach dem 1. Juni. Ergebnis: rund 16,4 Millionen Dollar Dead Cap 2026 und rund 27,1 Millionen 2027 statt 43,25 Millionen auf einen Schlag. Brown ist kein Einzelfall. Auch Bryce Huff, Darius Slay und James Bradberry stehen 2026 noch mit Dead Money in den Eagles-Büchern, obwohl keiner mehr im Kader ist. Zusammen sind das rund 50 Millionen Dollar, ein Sechstel des gesamten Caps. Das ist der Preis für Howie Rosemans Void-Years-Strategie: Sie schafft heute Platz und hinterlässt morgen Rechnungen.

Häufige Fragen. Ist Dead Money echtes Geld, das das Team verliert? Nein, der Bonus wurde längst gezahlt, Dead Cap ist nur die nachgeholte Buchung. Kann ein Team Dead Cap vermeiden? Nur mit Verträgen ohne große Boni oder indem der Spieler bis zum Ende bleibt. Warum haben die Eagles so viel davon? Weil sie Signing Bonuses und Void Years extremer nutzen als fast jedes andere Team, das ist eine bewusste Entscheidung, kein Unfall.

🦅 Eagles-Bezug

Hätten die Eagles Goedert im März 2026 gehen lassen, wären 20,49 Millionen Dollar Dead Cap auf einen Schlag fällig geworden – für einen Spieler, der gar nicht mehr im Kader steht. Deshalb mussten sie ihn re-signen. Beim A.J.-Brown-Trade 2026 haben sie mit dem Post-June-1-Timing gut 27 Millionen Dollar Dead Money ins Jahr 2027 verschoben.

Verwandte Begriffe

Cap HitVoid YearsPost-June 1 Cut

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