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Salary Cap und Verträge

Salary Cap

Die Gehaltsobergrenze der NFL.

Die Gehaltsobergrenze der NFL. Jedes Team darf pro Saison nur eine bestimmte Summe für Spielergehälter ausgeben. Der Cap wird jährlich von der Liga festgelegt und steigt in der Regel, weil die TV-Einnahmen wachsen. 2026 liegt er bei 301,2 Millionen Dollar pro Team, ein Plus von 22 Millionen gegenüber 2025 (279,2 Millionen) und zum ersten Mal über der 300-Millionen-Marke.

Woher die Zahl kommt: Der Cap ist kein Wunschwert, sondern das Ergebnis einer Formel aus dem Tarifvertrag (CBA) zwischen Liga und Spielergewerkschaft. Die Spieler bekommen rund 48 Prozent der Liga-Einnahmen, dieser Topf wird durch 32 Teams geteilt. Dazu kommen 2026 noch 77,6 Millionen Dollar pro Team für Benefits wie Pensionen und Versicherungen, die nicht zum Cap zählen. Weil die NFL immer teurere TV-Verträge abschließt, steigt der Cap fast jedes Jahr, meist um 20 bis 30 Millionen Dollar.

Warum der Cap hart ist: Anders als in der NBA gibt es keine Luxussteuer. Wer über dem Cap liegt, darf keine Verträge unterschreiben, und wer zu Beginn des Liga-Jahres im März nicht darunter ist, riskiert Geldbußen und den Verlust von Draft-Picks. In der Offseason zählen nur die 51 teuersten Verträge (Top-51-Regel), ab dem ersten Spieltag zählt der komplette Kader inklusive Practice Squad und Injured Reserve. Ungenutzter Cap Space verfällt nicht, er wird ins nächste Jahr übertragen (Rollover).

Rechenbeispiel: Ein Team hat 2026 einen Cap von 301,2 Millionen Dollar und bringt 2 Millionen Rollover aus dem Vorjahr mit, das ergibt 303,2 Millionen Budget. Die 51 teuersten Verträge summieren sich auf 280 Millionen, dazu kommen 15 Millionen Dead Money für Spieler, die nicht mehr im Kader sind. Bleiben 8,2 Millionen Cap Space. Unterschreibt das Team jetzt einen Free Agent mit 1 Million Grundgehalt und 12 Millionen Signing Bonus über vier Jahre, kostet der Deal im ersten Jahr nur 4 Millionen Cap (1 Million Gehalt plus 3 Millionen anteiliger Bonus), obwohl der Spieler sofort 13 Millionen auf dem Konto hat. Genau diese Lücke zwischen Cash und Cap ist der Spielraum, den gute Cap-Manager nutzen.

Die Eagles 2026: Howie Roseman fährt seit Jahren die aggressivste Cap-Strategie der Liga. Jalen Hurts steht 2026 mit rund 32 Millionen Dollar gegen den Cap, obwohl sein Grundgehalt nur 1,215 Millionen beträgt, der Rest sind anteilige Boni aus früheren Jahren. Gleichzeitig tragen die Eagles rund 50 Millionen Dollar Dead Money für Spieler wie A.J. Brown, Bryce Huff oder Darius Slay, die nicht mehr im Kader stehen. Ergebnis im September 2026: nur noch rund 12 bis 13 Millionen Dollar Cap Space, deutlich weniger als die meisten Teams. Das ist kein Unfall, sondern der Preis dafür, dass Roseman jedes Jahr am Maximum baut.

Häufige Fragen. Kann ein Team den Cap überschreiten? Nein, in der Saison ist das technisch unmöglich, jede Transaktion muss vorher ins Budget passen. Verfällt Cap Space am Jahresende? Nein, er wird übertragen und erhöht den Cap des nächsten Jahres. Warum können reiche Teams nicht einfach mehr zahlen? Weil der Cap für alle 32 Teams gleich ist, egal ob Cowboys oder Jaguars, das ist die Grundlage der Chancengleichheit in der NFL.

🦅 Eagles-Bezug

Howie Roseman gilt als einer der aggressivsten Cap-Manager der Liga. Die Eagles nutzen Instrumente wie Void Years und Restructures stärker als fast jedes andere Team, um kurzfristig Cap Space zu schaffen. Stand September 2026: rund 12 bis 13 Millionen Dollar Cap Space bei einem Cap von 301,2 Millionen.

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