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Eagles Analyse: Eagles-Schedule 2026: Neun Spiele bis zur Bye – Titelbild für den Artikel auf www.fly-eagles-fly.de

Eagles-Schedule 2026: Neun Spiele bis zur Bye

Neun Spiele bis zur Bye: Washington, Chicago, die Rams, London. Ich gehe den Eagles-Spielplan Woche für Woche durch und lege mich fest. Meine Prognose: 7-2.

19 Min. LesezeitKI-gestützt recherchiert, redaktionell verantwortet von Christian Fizia
ScheduleSeason PreviewStrength of ScheduleNFC EastJalen HurtsMakai LemonVic FangioLondon Game

Ein Spielplan ist kein Urteil. Er ist ein Angebot. Er sagt dir nicht, wie gut eine Mannschaft ist, er sagt dir nur, wann sie es beweisen darf und unter welchen Bedingungen. Zwei Teams mit identischem Roster können bei zwei verschiedenen Spielplänen drei Siege auseinanderliegen. Deshalb lohnt sich dieser Blick genau jetzt.

Heute Vormittag, kurz nach zehn Uhr Ortszeit, haben die Eagles auf Instagram drei Wörter gepostet: "Mark your calendars." Mehr nicht. Innerhalb weniger Stunden standen gut 14.000 Likes darunter.

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Genau das ist der Moment, in dem eine Saison anfängt. Nicht beim ersten , sondern wenn eine ganze Stadt anfängt, Termine in den Kalender zu schreiben.

Denn der Kader steht. Seit Sonntagabend, 18 Uhr, sind es 53 Namen, ich habe meine Projektion gegen die echten Cuts gehalten und 49 davon getroffen. Die Diskussion um den vierten Quarterback ist vorbei, der Tight-End-Room ist, was er ist. Ab jetzt zählt nicht mehr, wer im Team ist. Ab jetzt zählt, gegen wen.

Neun Spiele stehen an, bevor die Eagles in Woche 10 zum ersten Mal ein Wochenende freihaben. Neun Spiele, in denen sich entscheidet, ob diese Mannschaft im Dezember um die Nummer eins der NFC spielt oder um einen Wild-Card-Platz. Ich gehe sie einzeln durch, mit klarer Ansage bei jedem einzelnen, und am Ende steht eine Zahl.

Was die Zahlen zum Spielplan wirklich sagen

Erst die messbare Seite. Die neun Gegner der ersten Saisonhälfte kamen 2025 zusammen auf eine Siegquote von .448 (Datenbasis: Champs or Chumps · Quelle). Sechs der neun Spiele gehen gegen Teams mit negativer Vorjahresbilanz.

Die zweite Hälfte sieht anders aus. Von Woche 11 bis Woche 18 kommen Pittsburgh, Dallas, Arizona, Indianapolis, Seattle, Houston, San Francisco und noch einmal die Giants. Deren gemeinsame Vorjahresquote liegt bei .518. Darunter der amtierende Super-Bowl-Sieger aus Seattle und die 49ers, die den Eagles im Januar in der Wild Card Round die Saison beendet haben.

.448 gegen .518. In dieser Differenz steckt die ganze Dramaturgie dieser Saison.

Der Ligavergleich stützt das Bild. ESPN hat die Eagles nach Vorjahresbilanzen der Gegner auf Rang zehn der leichtesten Spielpläne geführt, mit einer gegnerischen Siegquote von .481 über alle 17 Spiele [1]. Sharp Football rechnet mit projizierten Win Totals statt mit Vorjahreszahlen und kommt auf den achtleichtesten Spielplan der Liga bei einem Eagles-Win-Total von 10,5 [2].

Zwei Methoden, ein Ergebnis: Den Auftakt bekommt Philadelphia geschenkt, das Ende nicht.

Klar, das ist Vorjahresmathematik, und Vorjahresmathematik ist notorisch schlecht darin, Football vorherzusagen. Die Bears standen 2024 noch bei 5-12, ein Jahr später in der Divisional Round. Trotzdem taugt die Zahl als Rahmen: Wer aus diesen neun Spielen nicht mindestens sechs Siege mitnimmt, hat ein Problem, das nichts mit dem Spielplan zu tun hat.

Und noch etwas fällt auf, wenn man die Landkarte danebenlegt. Bis Woche 13 fliegen die Eagles kein einziges Mal westlich des Mississippi. Nashville, Chicago, Landover und London, das sind die Auswärtsreisen der ersten Hälfte. Der erste echte Zeitzonen-Trip kommt Anfang Dezember nach Arizona. Das ist ein realer Vorteil, den in Previews kaum jemand erwähnt.

Der eine Haken: London kommt in Woche 5, die Bye erst in Woche 10. Wer aus einem Übersee-Spiel zurückkommt und dann noch vier Spiele bis zur Pause durchziehen muss, hat beim Spielplan schlechter abgeschnitten als andere Teams. Man kann das aushalten. Schön ist es nicht.

Und weil das an dieser Stelle jedes Jahr auseinandergeht, einmal beide Seiten ernst genommen. Aus Sicht des Front Office ist ein weicher September ein Geschenk, das man ruhig auch mit 6-3 einlösen darf. Howie Roseman baut Kader, die im Januar am besten sind, nicht im Oktober. Sein Sommer beweist es: Er hat zwei Drittrundenpicks und 100 Millionen Dollar für einen Edge Rusher ausgegeben, der bis heute keinen einzigen Practice Snap gemacht hat. Wer so einkauft, rechnet nicht in Wochen. Und ein Rookie-Receiver, der im September Fehler machen darf, ist im Dezember mehr wert als ein perfekter Start. Aus Sicht der Bird Gang ist das schwer auszuhalten, und zwar zu Recht: Wer für Tickets, Trikots und Sonntagabende bezahlt, will die Belohnung jetzt sehen und nicht in einer Kaderbau-Erzählung. Beide Perspektiven sind legitim. Meine liegt trotzdem näher an der zweiten, und deshalb steht unten eine Zahl und keine Beruhigungspille.

Die neun Spiele auf einen Blick

Alle Zeiten in deutscher Zeit, Termine nach dem offiziellen Spielplan [3]. Wie du die Spiele hierzulande siehst, steht in meinem Guide zum NFL-Schauen in Deutschland.

WocheTermin (MESZ/MEZ)GegnerOrtBilanz 2025Mein Tipp
1So 13.09., 22:25Washington CommandersLinc5-12Sieg
2So 20.09., 19:00at Tennessee TitansNashville3-14Sieg
3Di 29.09., 02:15at Chicago BearsSoldier Field11-6Niederlage
4So 04.10., 19:00Los Angeles RamsLinc12-5Sieg
5So 11.10., 15:30at Jacksonville JaguarsLondon13-4Niederlage
6So 18.10., 19:00Carolina PanthersLinc8-9Sieg
7Di 27.10., 01:15Dallas CowboysLinc7-9-1Sieg
8Mo 02.11., 02:20at Washington CommandersLandover5-12Sieg
9So 08.11., 19:00New York GiantsLinc4-13Sieg

Fünf Heimspiele, drei Auswärtsspiele, ein Spiel in London. Drei Prime-Time-Termine, die für uns hier alle mitten in der Nacht liegen. Und genau ein Spiel, das der deutsche Fan bei Tageslicht und mit Kaffee statt Energydrink schauen kann.

Woche 1: Washington kommt ohne seinen Left Tackle in den Linc

Gegen die Commanders formt sich das Saisonbild zum ersten Mal. Washington rutschte 2025 nach dem NFC-Championship-Jahr auf 5-12 ab. Jayden Daniels verpasste durch Verletzung viel Zeit, ist wieder gesund und hat mit Stefon Diggs neben Terry McLaurin endlich einen zweiten echten Receiver [4].

Nur: Die Personallage ist ein Desaster. Left Tackle Laremy Tunsil hat sich im Training den Trizeps gerissen und fällt lange aus, dazu wackeln Center Nick Allegretti und Edge Rusher Odafe Oweh. Jimmy Kempski hat die Liste am 31. August aufgeschrieben, und sie ist länger, als einem Gegner lieb sein kann [5].

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Eine Vic-Fangio-Defense gegen einen jungen Quarterback hinter einer improvisierten Offensive Line, im Linc, vor einem Stadion, das seit acht Monaten auf diesen Moment wartet. Das ist die Konstellation, die Fangio sich malen würde.

Ausgerechnet Fangio steht dem eigenen Optimismus im Weg. Auf die Frage, ob Jonathan Greenard vor dem Saisonstart überhaupt noch mittrainiert, antwortete er mit fünf Wörtern: "That remains to be seen." Mehr kam nicht [6].

Greenard hat sich vor dem Camp beim Gewichtheben die Brustmuskulatur verletzt. Er steht auf dem aktiven 53er, ist also nicht an die Vier-Spiele-Frist der Regular-Season-PUP-Liste gebunden. Vier Jahre, 100 Millionen Dollar, davon 50 garantiert. Und kein einziger Practice Snap in diesem Sommer.

Ob Greenard in Woche 1 spielt, kann von außen niemand seriös sagen. Was sich sagen lässt: Jalyx Hunt hat einen starken Sommer hinter sich [7], und die Edge-Rotation um Nolan Smith, A.J. Epenesa und Arnold Ebiketie ist auch ohne Greenard tiefer als in jedem der letzten drei Jahre.

Die zweite Gegenrechnung: Daniels ist genau der Spielertyp, der eine Pass Rush über Beine und Improvisation entwertet. Und auf der anderen Seite des Balls steht eine Offense, die in dieser Konstellation noch nie zusammen gespielt hat. Erster Ernstfall für Sean Mannions Playbook, erster Ernstfall für eine Receiver-Gruppe ohne A.J. Brown, womöglich der erste NFL-Snap für Rookie Makai Lemon.

Mein Tipp: Sieg.

Woche 2: In Nashville wartet Brian Daboll

Tennessee war 2025 mit 3-14 das schlechteste Team der AFC South und hatte das zweitschlechteste Punkteverhältnis der Liga. Cam Ward, der erste Pick des Drafts 2025, startete alle 17 Spiele, kam aber nur auf 5,9 Yards pro Versuch und kassierte 55 Sacks, ligaweit die meisten [8].

Jetzt heißt der Head Coach Robert Saleh, und der Playcaller ist Brian Daboll, den die Giants im Januar nach einer 4-13-Saison entlassen haben [9]. Ein Mann, der schon einmal einen jungen Quarterback zum Comeback Player of the Year gemacht hat. Wenn Daboll und Ward funktionieren, ist Tennessee kein 3-14-Team mehr.

55 Sacks. Das ist die Zahl, um die dieses Spiel kreist. Jalen Carter, Jordan Davis und eine Front, die im Vorjahr zu den besten der Liga gehörte, gegen eine Offensive Line, die 2025 die schlechteste war. Wenn dieses Spiel eng wird, war es kein gutes Zeichen.

Mein Tipp: Sieg.

Woche 3: Montagnacht in Chicago, gegen den NFC-North-Sieger

Hier wird es zum ersten Mal ernst. Ben Johnson hat die Bears im ersten Jahr von 5-12 auf 11-6 gezogen. Dazu der erste NFC-North-Titel seit 2018, ein Sieg über Green Bay in der Wild Card Round und das Aus erst in der Divisional Round nach Overtime gegen die Rams. Caleb Williams warf 3.942 Yards, Franchise-Rekord. Bei 27 Touchdowns und sieben Interceptions [10].

Auswärts, Soldier Field, Ende September, Montagabend Ortszeit. Für uns Dienstagnacht um 02:15 Uhr. Das ist die unangenehmste Kombination der ersten neun Wochen.

Kann Philadelphia das gewinnen? Natürlich. Fangios Secondary mit Quinyon Mitchell, Cooper DeJean und Neuzugang Riq Woolen ist auf dem Papier die beste Coverage-Gruppe der Liga. Nur: Sieben Interceptions in einer kompletten Saison sind ein Wert, der sagt, dass dieser Quarterback den Ball nicht verschenkt. Fangio muss die erst erzwingen, geliefert bekommt er sie nicht. Und eine Offense, die im Sommer noch sucht, auswärts gegen einen Ben-Johnson-Gameplan, das ist genau die Sorte Spiel, die man im September verliert und im Januar bereut.

Mein Tipp: Niederlage.

Woche 4: Myles Garrett kommt in den Linc

Das Spiel, auf das ich mich von allen neun am meisten freue. Die Rams stellten 2025 mit 30,5 Punkten pro Spiel die beste Offense der Liga. Matthew Stafford wurde mit 4.707 Yards und 46 Touchdowns MVP, gescheitert ist das Team erst im NFC Championship Game an Seattle. Und dann setzte Los Angeles im Sommer noch einmal alles auf eine Karte: Myles Garrett, der amtierende Defensive Player of the Year, kam aus Cleveland im Tausch für Jared Verse plus Picks [11]. Dazu Cornerback Trent McDuffie von den Chiefs.

Jordan Mailata gegen Myles Garrett. gegen Myles Garrett. Das ist kein Matchup, das ist ein Ereignis. Und es ist der ehrlichste Test, den diese Offensive Line seit dem bekommen hat.

Warum ich hier trotzdem auf Sieg gehe: weil der Linc immer noch der Linc ist, weil Fangios Defense gegen Play-Action-lastige McVay-Offenses historisch gut aussieht, und weil Saquon Barkley genau das Gegengift gegen eine Defense ist, die auf Pass Rush gebaut wird. Die Rams sind das bessere Team. Zu Hause, in einem Spiel, in dem beide Seiten 60 Minuten brauchen, nehme ich die Eagles.

Das ist der Punkt, an dem ich mich am ehesten irre. Wenn dieses Spiel 34-17 für Los Angeles ausgeht, war meine ganze Rechnung zu optimistisch.

Mein Tipp: Sieg.

Woche 5: London gegen die Jaguars, das beste Spiel für deutsche Fans

Tottenham Hotspur Stadium, Anpfiff 15:30 Uhr unserer Zeit. Wer Urlaub genommen und Tickets hat, findet alles Praktische in meinem London-Guide. Alle anderen bekommen das einzige Eagles-Spiel dieser Saison, das man mit Familie, Sonntagskaffee und wachem Kopf schauen kann.

Sportlich ist es das härteste Los der ersten Hälfte. Jacksonville gewann unter dem damaligen Rookie-Head-Coach Liam Coen die letzten acht Spiele der . Am Ende standen 13-4, das zweitbeste Ergebnis der Franchise-Geschichte. Trevor Lawrence warf dabei 4.007 Yards und 29 Touchdowns, beides Karrierebestwerte, und landete auf Rang fünf der MVP-Wahl [12].

Für die Jaguars ist es formal ein Heimspiel. Für beide Teams ist es eine Reise. Halbzeit spielt Ayra Starr, als erste Afrobeats-Künstlerin bei einem NFL-Spiel im Ausland [13].

Ich tippe gegen uns, und zwar aus einem einfachen Grund: Ein 13-4-Team mit einem Quarterback in der besten Form seiner Karriere ist der bessere Gegner als alles, was in den Wochen 1, 2, 6, 7, 8 und 9 kommt. Wenn wir hier gewinnen, ist die Saison früher richtig gut, als ich denke.

Mein Tipp: Niederlage.

Woche 6: Carolina ist kein Selbstläufer mehr

Auf dem Papier ein Pflichtsieg. In Wahrheit spielen die Panthers seit Januar in einer anderen Liga als in den Jahren davor. 8-9, NFC-South-Titel über den Tiebreak, erste Playoff-Teilnahme seit 2017, Aus in der Wild Card Round gegen die Rams. Bryce Young warf 3.011 Yards und 23 Touchdowns, alles Karrierebestwerte [14].

Und dann die Personalie, die in Philadelphia hängenbleibt: Jaelan Phillips, den Howie Roseman im November 2025 für einen Drittrundenpick aus Miami geholt hat, spielt jetzt in Carolina. Vier Jahre, 120 Millionen Dollar. Der Verkehr lief in beide Richtungen: Running Back A.J. Dillon ging von Philadelphia nach Carolina, Quarterback Andy Dalton kam im März den umgekehrten Weg und steht heute als Backup im Eagles-Roster (Kaderbewegungen laut Wikipedia · Quelle).

Die Panthers haben mit Brad Idzik einen neuen Playcaller, und Left Tackle Ikem Ekwonu fehlt nach einem Patellasehnenriss aus den voraussichtlich lange. Eine Offense im Umbau gegen eine Top-5-Defense, zu Hause, im Oktober.

Mein Tipp: Sieg.

Woche 7: Dallas kommt zur Montagnacht, und ein alter Bekannter coacht ihre Defense

Der beste Fernsehtermin der ersten Hälfte, jedenfalls für alle, die am nächsten Morgen nicht früh raus müssen. Dallas verpasste 2025 mit 7-9-1 zum zweiten Mal in Folge die Playoffs, und der Grund steht in einer einzigen Zahl: 30,1 zugelassene Punkte pro Spiel, der schlechteste Wert der Liga. Dazu letzter Platz gegen den Pass, letzter Platz bei Third Downs. Und das bei einer Offense, die nach Yards die zweitbeste der Liga war [15].

Dallas hat daraufhin die komplette Defensivseite umgebaut und sich als Coordinator ausgerechnet Christian Parker geholt, bis Januar Defensive Backs Coach der Eagles [16]. Ein Mann, der Quinyon Mitchell und Cooper DeJean entwickelt hat, sitzt jetzt auf der anderen Seite und kennt jeden Split, jede Motion, jede Tendenz unserer Receiver.

Das ist der interessanteste Nebenschauplatz des Spiels. Aber Parker hat in Dallas keine Mitchells und keine DeJeans, er hat einen Rookie-Erstrundenpick und eine Defense, die ein Jahr Aufbau braucht. Dak Prescott wird Punkte machen. Mehr als Fangios Gruppe zulässt, wird er nicht machen.

Mein Tipp: Sieg.

Woche 8: Sunday Night in Landover, das Rückspiel gegen Washington

Beide Divisionsduelle gegen die Commanders liegen in den ersten acht Wochen. Das ist der eigentliche Kniff dieses Spielplans: Nach Woche 9 haben die Eagles vier ihrer sechs Divisionsspiele hinter sich, und wenn sie davon drei oder vier gewinnen, ist die praktisch entschieden, bevor der Dezember anfängt.

Auswärts in Landover, Sonntagabend Ortszeit, für uns 02:20 Uhr in der Nacht auf Montag. Divisionsspiele auswärts sind selten schön, und Washington wird bis November aussehen wie ein anderes Team als in Woche 1, weil die Verletzten zurückkommen.

Trotzdem: Wenn ich zwischen einer Fangio-Defense in Woche 8 und einer Commanders-Offense in Woche 8 wählen muss, wähle ich die Defense. Das ist keine Arroganz, das ist Punktedifferenz. Washington hat 2025 ein Minus von 95 Punkten produziert, Philadelphia ein Plus von 54.

Mein Tipp: Sieg.

Woche 9: Kelly Green gegen die Giants, und dann endlich Pause

Das schönste Bild der ersten Saisonhälfte. Die Eagles tragen gegen New York ihr Kelly-Green-Trikot, die Giants kommen im Vintage White Color Rush [17]. Das Team hat es am 2. September mit vier Wörtern angekündigt: "See you in Kelly Green." Über 70.000 Likes. Zum Vergleich: Der Post mit dem kompletten 53-Mann-Roster kam auf 176.000, der Rest der Woche lag darunter.

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Kelly Green ist in Philadelphia nie nur ein Trikot. Es ist Randall Cunningham, es ist Reggie White, es ist die Ära, in der diese Stadt lernte, dass man eine Mannschaft lieben kann, ohne dass sie je gewinnt. Ein Sonntagnachmittag im Linc, 19 Uhr unserer Zeit, das ganze Stadion in dieser Farbe. Ich wette, auf der sieht man an dem Tag mehr Trikots von 1990 als von 2026.

Der Gegner passt zur Zeremonie. New York kam 2025 auf 4-13 und hat sich danach von Brian Daboll getrennt. Nachfolger ist John Harbaugh, nach 18 Jahren in Baltimore einer der besten Head Coaches der Liga. Jaxson Dart warf als Rookie in zwölf Starts 15 Touchdowns bei fünf Interceptions. Dazu neun Rushing Touchdowns und der zweitbeste PFF-Grade aller Rookie-Quarterbacks [18].

Harbaugh wird die Giants besser machen. Nur vermutlich nicht bis zum 8. November, nicht mit einem Zweitjahres-Quarterback in einem neuen Scheme, nicht auswärts im Linc.

Mein Tipp: Sieg.

Meine Prognose: 7-2 in die Bye

Sieben Siege, zwei Niederlagen. Die Niederlagen kommen aus Chicago und London, also gegen die beiden Playoff-Teams, gegen die wir nicht zu Hause spielen. Beide Spiele sind Coin Flips, in beiden würde mich ein Sieg nicht überraschen. Aber wenn ich mich festlegen soll, lege ich mich so fest.

7-2 ist übrigens exakt der Pfad zu dem Win Total von 10,5, das die Buchmacher ausgegeben haben. Sieben Siege aus neun Spielen, dann eine ausgeglichene zweite Hälfte gegen Seattle, Houston, San Francisco und Pittsburgh, macht 11-6. Genau die Bilanz aus 2025.

Und jetzt der Teil, den ich mir selbst sagen muss. Ein guter Start hat in Philadelphia noch nie etwas bewiesen. 2022 standen die Eagles nach acht Spielen bei 8-0 und verloren am Ende den Super Bowl. 2023 waren sie 10-1 und zerfielen danach in ihre Einzelteile. 2025 startete das Team 4-0 und war eines der letzten beiden ungeschlagenen Teams der Liga (Saisondaten: Champs or Chumps · Quelle), bevor die Saison an einem gescheiterten Fourth and 11 in der Wild Card Round gegen San Francisco endete.

Im Jefferson Health Training Complex stehen zwei Lombardi-Trophäen. Keine davon ist im Oktober gewonnen worden.

Der Spielplan schenkt dieser Mannschaft einen Vorsprung. Was sie damit macht, entscheidet sich in den Wochen, die in dieser Rechnung gar nicht vorkommen.

Was mich in diesen neun Wochen wirklich interessiert, ist deshalb nicht die Bilanz. Es ist eine einzige Frage, und Tim McManus stellt sie in seinem Saisonausblick genauso: Kommt Jalen Hurts in Sean Mannions Offense an, und liefert Makai Lemon als Rookie genug, damit DeVonta Smith nicht jede Woche doppelt gedeckt wird [19]?

Hurts hat den kompletten Sommer damit verbracht, sich Mannions System anzueignen, mit gemischten Ergebnissen im Camp [20]. Fünfter Offensive Coordinator in fünf Jahren. Man muss sich das einmal bildlich vorstellen: ein Quarterback, der zum fünften Mal in fünf Sommern eine neue Sprache lernt, während draußen erwartet wird, dass er sie schon fließend spricht.

Ob dieses Playbook funktioniert, weiß Anfang September niemand, auch nicht die Leute, die es geschrieben haben. Was sich sagen lässt: Neun weiche Wochen sind der bestmögliche Sprachkurs.

Lemon hat im Camp viel Zeit verpasst, und die Coaches haben hart daran gearbeitet, dass er nicht zu weit zurückfällt [21].

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Ich habe in meinem Check des Ringer-Podcasts vorgerechnet, dass diese Offense ohne einen produktiven zweiten Passfänger nur über das Laufspiel in Top-5-Regionen kommt. Neun Spiele gegen überwiegend schwache Defenses sind der bestmögliche Rahmen, um genau das zu klären. Ohne Druck, ohne dass jeder Fehler sofort die Saison kostet.

Deshalb schaue ich am 4. Oktober gegen die Rams weniger auf das Ergebnis als auf eine einzelne Zahl: wie oft Makai Lemon auf dem Feld steht, wenn Myles Garrett von der Seite von Jordan Mailata kommt. Wenn ein Rookie in diesem Spiel Snaps in wichtigen Situationen bekommt, wissen wir mehr über den Dezember als aus den ersten drei Spielen zusammen.

Den Namen Makai Lemon sollte man sich merken. Und den 4. Oktober, 19 Uhr, im Kalender fett markieren.

Wie tippt ihr die ersten neun? Schreibt eure Bilanz in die Kommentare, ich zähle am Bye-Wochenende aus, wer am nächsten dran war.

Häufige Fragen zum Eagles-Spielplan 2026

Wann spielen die Eagles ihr erstes Saisonspiel 2026? Am Sonntag, dem 13. September 2026, um 16:25 Uhr Ortszeit gegen die Washington Commanders im Lincoln Financial Field. In Deutschland läuft das Spiel um 22:25 Uhr MESZ. Übertragen wird es in den USA auf FOX, in Deutschland über die üblichen NFL-Angebote per Streaming. Es ist zugleich das erste von zwei Divisionsduellen gegen Washington in den ersten acht Wochen.
Wann haben die Eagles 2026 ihre Bye Week? In Woche 10, also am Wochenende des 15. November 2026. Damit spielen die Eagles neun Spiele am Stück, bevor sie zum ersten Mal pausieren. Das ist ungewöhnlich spät für ein Team, das bereits in Woche 5 ein Spiel in London bestreitet, denn viele Teams bekommen die Bye direkt nach einem Übersee-Spiel. Nach der Pause geht es mit dem Heimspiel gegen die Pittsburgh Steelers weiter.
Gegen wen spielen die Eagles in London und wann? Gegen die Jacksonville Jaguars am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, im Tottenham Hotspur Stadium. Anpfiff ist um 14:30 Uhr Ortszeit London, also 15:30 Uhr MESZ und 9:30 Uhr an der US-Ostküste. Formal ist es ein Heimspiel der Jaguars. Für deutsche Fans ist es das mit Abstand fanfreundlichste Spiel der Saison, weil alle anderen Termine abends oder nachts liegen. In der Halbzeit tritt die Afrobeats-Künstlerin Ayra Starr auf.
Wie schwer ist der Eagles-Spielplan 2026 im Ligavergleich? Je nach Methode leicht bis mittelschwer. ESPN führt die Eagles nach den Vorjahresbilanzen ihrer Gegner auf Rang zehn der leichtesten Spielpläne, mit einer gegnerischen Siegquote von .481. Sharp Football rechnet mit projizierten Win Totals und kommt auf den achtleichtesten Spielplan der Liga. Wichtig ist die Verteilung: Die neun Gegner der ersten Hälfte kamen 2025 zusammen auf eine Quote von .448, die acht Gegner der zweiten Hälfte auf .518. Der Auftakt ist also deutlich leichter als das Saisonende.
Wann tragen die Eagles 2026 ihre Kelly-Green-Trikots? In Woche 9 am Sonntag, dem 8. November 2026, im Heimspiel gegen die New York Giants. Die Giants treten dazu in ihrem Vintage White Color Rush an, sodass beide Teams in historischen Trikots spielen. Das Kelly Green der Eagles orientiert sich an den Uniformen der späten 1980er und frühen 1990er Jahre, der Ära von Randall Cunningham und Reggie White. Eingeführt wurde die moderne Version 2023.
Welche Spieler fehlen den Eagles zum Saisonstart? Auf der Injured Reserve mit Rückkehr-Designation stehen Tight End Grant Calcaterra und Cornerback Jakorian Bennett, beide fehlen mindestens vier Spiele. Fraglich für Woche 1 ist Edge Rusher Jonathan Greenard, der sich vor dem Trainingslager beim Gewichtheben eine Pec-Verletzung zugezogen hat. Er steht zwar auf dem aktiven 53-Mann-Roster und ist damit nicht an die Vier-Spiele-Frist der Regular-Season-PUP-Liste gebunden, hat aber den kompletten Sommer verpasst. Defensive Coordinator Vic Fangio wollte Ende August keinen Rückkehrtermin nennen.

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